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Unsere Firmengeschichte


Der Gründer unserer Schreinerei, Christian Rode, wurde 1881 in Crumbach in der Bachstraße 31 geboren. Dieses Haus hatte Christians Vater dem Zimmermeister Kurzrock abgekauft.

Im Anschluß an seine Schulzeit erlernte Christian den Beruf des Schreiners. Nach bestandener Gesellenprüfung ging er, wie es damals üblich war, in die Fremde (auf die Walz).

Unterwegs, er war gerade in Hamburg, erreichte ihn ein Brief seines Vaters mit der Bitte nach Hause zu kommen und sich selbständig zu machen. Damals wurde in Crumbach ein neues Baugebiet erschlossen, die damalige Vollmarshäuser Straße. Christian folgte der Bitte seines Vaters und gründete am 1.4.1904 in Crumbach eine Schreinerei. In seinem Elternhaus wurde in der 1. Etage die Werkstatt eingerichtet. Sie war ca. 14 qm²groß. Der Zugang erfolgte über eine Außentreppe.

Drei Gesellen, die alle anfallenden Holzarbeiten natürlich mit Hand ausführten, waren hier beschäftigt. Damals wurden sämtliche Beschläge an neuen Fenstern und Türen noch von Schlossern hergestellt und montiert.

1905 heiratet Christian seine Ehefrau Anna Gertrud, geb. Fehr.

1913 legte er mit Erfolg seine Meister-prüfung ab. Christian war ein tüchtiger Mann und in vielen Bereichen fachkundig. So war er auch über viele Jahre hinweg, als es in Crumbach noch keinen Arzt gab, der örtliche Leichenbeschauer. Christian Rode wurde gerufen um den Tod festzustellen, wenn es einen Sterbefall im Ort gab. Anschließend wurde beim Verstorbenen Maß genommen und der Sarg danach angefertigt.

Auch in seiner glücklichen Ehe war er tüchtig: Elf Kinder wurden dem Ehepaar Rode geboren.

Die Werkstatt in der 1. Etage wurde schnell zu klein und sie fand doppelt so viel Platz in der ausgebauten Scheune im Erdgeschoß. Hier konnte dann auch die erste Maschine, eine Bandsäge, angeschafft werden. Diese hatte jedoch noch keinen Motor und wurde von der Muskelkraft seiner Kinder ange-trieben. Dies änderte sich, als in Crumbach Strom verlegt wurde. Nun bekam die Maschine einen Motor und in Handarbeit wurde eine kleine Fräse angebaut.

1928 begann man mit dem Bau einer neuen Schreinerwerkstatt.

Das Grundstück, ein Teil des Pfarrgartens, wurde von der Kirchengemeinde im Tausch mit einem dreiviertel Morgen im Teichhof erworben. Weltwirtschaftskrise und Inflation erschwerten die Durchführung des Bau-vorhabens sehr. Aber mit eisernem Wille schaffte es Christian. Eine neue Bandsäge, natürlich mit Motor, konnte von der Firma Pfetzing und Hartmann aus Kassel gekauft werden. In 1933 investierte der Firmen-gründer besonders intensiv.

Die Maschinenfabrik Schless und Rossmann aus Kassel lieferte eine kombinierte Hobel-maschine und eine kombinierte Kreissäge-, Fräse-, Langlochbohrmaschine.

1936 wurde die Werkstatt erneut angebaut. Auf mittlerweile rund 80 qm wurden 12 Gesellen und mehrere Lehrlinge beschäftigt.

Ein Jahr später starb mit nur 41 Jahren Christians Ehefrau.

Es folgte der Zweite Weltkrieg. Drei Söhne, Karl, Kurt und Jakob, kamen nicht zurück. Die Söhne Ludwig, Walter und Willi konnte Christian Rode, nach dem Ende ihrer Kriegsgefangenschaft, wieder in die Arme schließen.

Ludwig, der älteste Sohn, 1906 geboren, hatte den Schreinerberuf erlernt und 1930 die Louise Hesse aus Hoof bei Kassel geheiratet.

Als die Wirren der Nachkriegszeit und die Mißverständnisse zwischen Christian und Sohn Ludwig überwunden waren, übernahm Ludwig am 1.2.1952 die Schreinerei.

Ludwig hatte von 1921-1924 im elterlichen Betrieb das Schreinerhandwerk erlernt und 1942 die Meisterprüfung bestanden.

Christian Rode konnte seinen wohlverdienten Ruhestand nur kurze Zeit genießen.

Am 10. August 1952 verstarb er, im Korbstuhl in seinem Geburtshaus sitzend, an einem Herzschlag.

Zur selben Zeit erfolgte der Wiederaufbau der zerbombten Stadt Kassel. Einer unserer Großkunden war die Baugenossenschaft Belvedere, für die wir etwa 300 Wohnungen neu- bzw. wiederaufbauten. Alle anfallenden Holzarbeiten wie Fenster, Türen, Einbau-schränke und Treppen wurden von uns hergestellt und eingebaut.

Am 1.4.1954 wurde das fünfzigjährige Bestehen der Schreinerei gefeiert und die dritte Generation, der Enkel des Firmengründers, Willi Rode begann die Schreinerlehre.

In den Jahren 1955-1960 wurde der gesamte Maschinenpark durch neue, moderne Maschinen ersetzt. Ebenso wurden die dazu passenden, mit hohen Geschwindigkeiten laufenden, Werkzeuge angeschafft.

In 1963 reichte mal wieder die Werkstatt-größe nicht mehr aus und Ludwig Rode war gezwungen, um die großen Aufträge, wie z.B. das Altenzentrum Baunatal, ausführen zu können, einen zusätzlichen Erweiterungsbau an die Werkstatt zu errichten.

Willi Rode, Jahrgang 1939, legte 1957 die Gesellenprüfung erfolgreich ab. 1960 heiratete er Ingrid Lichte und bestand im März 1964 die Meisterprüfung. Bereits am 1.4. des selben Jahres wurde er auf Wunsch seines Vaters Mitinhaber der Schreinerei.

Am 1.1.1971 schied Ludwig Rode aus der Geschäftsführung aus. Nun lenkte die dritte Generation die Geschicke der Schreinerei.

Bereits 1973 verdoppelte Willi Rode die Produktionsfläche durch einen Anbau, der quer zur vorhandenen Werkstatt errichtet wurde, auf nunmehr 350 qm.

Der Anbau erfolgte auf dem Grundstück in der Bachstraße, das Willi Rode von seinem Onkel Walter Rode gekauft hatte.

Jeder Inhaber hat natürlich seine eigene Vorstellung von seinem Beruf und die Neigung zu bestimmten Spezialisierungen. Wenn der Gründer und sein Nachfolger sich der Bauschreinerei hingezogen fühlten, so fertigte die dritte Generation doch mehr Schreinerarbeiten im Innenausbau. Seit 1974 wurden und werden bundesweit Einrichtungen für die Gastronomie hergestellt.

In 1983 verstarb die Mutter von Willi Rode. Nur zwei Jahre später verstarb nach langer schwerer Krankheit auch sein Vater.

Vor seinem Tod konnte er noch den fast fertigen Betrieb am neuen Standort im Gewerbegebiet in Lohfelden-Vollmarshausen besichtigen. Dort hatte Willi Rode das neue Betriebsgelände, über 3000 qm, von einer Schausteller-Erbengemeinschaft mit einer

700 qm großen leerstehenden Halle gekauft. Diese Betriebsverlagerung wurde dringend nötig, da am alten Standort keine Vergrößerung der Produktionsstätte mehr möglich war. Da die vierte Generation bereit war den Betrieb weiter zu führen, wagte Willi Rode diese Betriebsverlagerung.

Die Anschaffung neuer Maschinen wie z.B. Plattensäge, Kantenanleimer, Vierseitenhobler, Bandschleifer, Breitbandschleifer, eine 2. und 3. Formatkreissäge, elektrische Furnierpresse und Zerspaner waren nötig, um die Rentabilität in der Produktion zu garantieren.

Darüber hinaus wurde auch ein 11 m hoher Späneturm mit automatischer Späneheizung gebaut. Ebenso wurde ein Büro- und Wohnhaus für die vierte Generation errichtet.

Die Tochter des Hauses, Ulrike Rode, deren Betriebswirtschaftstudium in Göttingen und Kassel zum Diplom führte, heiratet 1985 ihren Verlobten Klaus Kuttler. Klaus Kuttler, gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann begann am 1.2.1985 die Tischlerlehre und legte nach zweijähriger Lehrzeit, mittlerweile auch im ersten Beruf als Handelsfachwirt weitergebildet, die Gesellenprüfung ab.

Am 10. März 1990 bestand Klaus Kuttler die Meisterprüfung. Bereits 9 Monate später, am 1.1.1991, übergab Willi Rode den gesamten Betrieb seiner Tochter Ulrike Rode-Kuttler. Seitdem wird die Tischlerei in der Rechtsform der GmbH in der 4. Generation weitergeführt. Die Geschicke der Schreinerei lenkt nun Klaus Kuttler.

Seit der Firmengründung waren wir nicht nur als Schreinerei tätig, sondern haben auch schon immer Bestattungen durchgeführt.

Daher konnten wir am 2.2.2001 unseren zusätzlichen Standort für Bestattungen im Ortsteil Crumbach, in der Ernst-Reuter-Straße eröffnen. Hier wurde neben modernen Büro- und Ausstellungsräumen eine Aussegnungshalle für den individuellen Abschied und für Urnenbeisetzungen geschaffen. So für die Zukunft gerüstet, durfte die vierte Generation im Jahr 2004 das einhundertjährige Bestehen feiern.

Am 1. April 2014 können wir auf 110 Jahre erfolgreiche Firmengeschichte zurückschauen